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Mit dem Wohnmobil in die Südsee
Was treibt eine Familie - die aus beruflichen Gründen das ganze Jahr in den Subtropen Südost-Asiens lebt - dazu, während des Sommerurlaubs in Deutschland das „Tropical Islands“ in Brandenburg zu besuchen? Wenn diese Familie zwei Jungs im Alter von 7 Jahren hat, ist die Antwort nicht schwer. Und wenn der technikinteressierte Papa unbedingt diese berühmte Halle sehen will, in der eigentlich mal gigantische Luftschiffe gebaut werden sollten, ist es auch ein Grund. Und wenn die Mama sich mal richtig entspannen und relaxen will, ist das erst recht ein Grund.Unsere Jungs waren schnell draußen und bestaunten mit offenem Mund die riesige, vom warmen Abendlicht mittlerweile golden gefärbte Halle, die wie ein riesiger gestrandeter Silberwal inmitten einer flachen Heidelandschaft liegt, die früher ein bedeutender Militärflugplatz war.
Zunächst aber wollen wir unser Reisemobil auf den nahegelegenen Campingplatz umsetzen. Bei geplanten 3 Nächten Aufenthalt macht das Sinn. Der ruhig gelegene, erst neu angelegte Campingplatz liegt einen Kilometer abseits der Halle und bietet schöne geräumige Stellplätze, einige davon mit Strom- und Wasseranschluss. Selbst eine kostenfreie WiFi Versorgung ist vorhanden. Blitzsaubere Sanitäranlagen und ein Shop im ehemaligen Flugzeugbunker komplettieren das Angebot.
Ein kostenloser Shuttle Bus bringt uns am nächsten Morgen zum Tropical Island. Wird sind gut bepackt, wie für einen ganztägigen Strandaufenthalt ausgerüstet. An der Kasse erhält jedes Familienmitglied zunächst ein elektronisches Armband, dessen Chip alle unsere zusätzlichen Ausgaben für erweiterte Eintrittsgebühren, Liegemattenmiete, aber auch die für Essen und trinken speichern wird. Wir stellen bald fest, dass man frühzeitig ins Tropical Island kommen sollte, um noch Liegen an einem der schönsten Plätze in der Halle zu finden. Man hat die Qual der Wahl: Irgendwo im weißen Sand am 200 Meter langen Südsee-Strand, unter einer der (echten!) Palmen? Oder bei der Bali-Lagune, wo große Wasserfälle – aus dem tropischen Regenwald kommend – in die Lagune stürzen? Wir bleiben zunächst am Sandstrand, die Jungs werden instruiert und verschwinden dann zu ihrer eigenen Südseeexpedition. Wir werden sie so bald nicht wiedersehen. Für uns Eltern ein klarer Punktvorteil für die indoor Südsee: An einem echten Strand am Meer könnten wir uns nach einem ersten ausgiebigen Bad im fast 30 Grad warmen Süßwasser (!) nun nicht so sorglos auf der Liege ausstrecken und relaxen.
Und so begeben wir uns auf eine gemeinsame Entdeckungstour, die uns aber zunächst durch den Regenwald führt. Über 50.000 Pflanzen gibt es hier im weltweit größten indoor Regenwald zu sehen, die in der Atmosphäre dieses gigantischen Gewächshauses gut gedeihen. Eine Brücke führt über den Mangrovensumpf, in dessen klaren Gewässern sich unheimlich aussehende große Fische tummeln. Krokodile? Nein, die gibt es hier wohl doch nicht, können wir Jakob und Justus beruhigen. Sie scheinen aber fast enttäuscht zu sein. Wir können sie mit Fleischfressenden Pflanzen entschädigen. Und mit einem bunten Pfau, der gemütlich zwischen den nackten Beinen der Badegäste flaniert.
So ein Südseetag macht hungrig. Ganz nach Geschmack kann man sich mit asiatischen Spezialitäten oder - wie gewohnt – mit Pizza, Spagetti oder Schnitzel sättigen. Dazu einen farbenfrohen tropischen Cocktail genießen: Südsee-Urlaub macht Spaß. Während wir uns schon wieder auf unseren Liegestuhl unter Palmen, den Krimi und auf ein Mittagsnickerchen freuen, sind unsere Jungs schon wieder weg. Zum Riesentrampolin. Es gibt doch noch so viel zu erleben.
Und morgen dann? Vielleicht ein wenig Sauna, Massage, Wellness? Als wir uns spät am Abend müde in die Kissen unseres Advantage kuscheln, träumen wir schon vom nächsten Tag. Südseeurlaub in Deutschland ist schön!
www.tropical-islands.de


